Die 2:1-Niederlage beim bereits feststehenden Meister SV Südwest Ludwigshafen zerstörte auch die letzten Aufstiegsträume der TSG Jockgrim in die Fußball-Landesliga.
Was sich in der Rückrunde der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz bereits angedeutet hatte, wurde am Sonntagnachmittag endgültig Realität: Die TSG Jockgrim, die nach dem 18. Spieltag mit 46 Punkten noch an der Tabellenspitze gestanden hatte, holte anschließend nur noch 17 Zähler. Durch die 1:2-Niederlage im letzten Saisonspiel beim Spitzenreiter SV Südwest Ludwigshafen rutschten die Südpfälzer kurz vor Schluss noch vom Relegationsplatz.
Den dritten Aufsteiger in die Fußball-Landesliga Ost ermitteln nun SV Geinsheim und TuS Marienborn II in der Relegation. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei Spielern und den mitgereisten Anhängern der TSG, schließlich war der direkte Wiederaufstieg das erklärte Ziel vor der Saison. „Den Aufstieg haben wir aber nicht heute verspielt, sondern schon in den vergangenen Wochen durch unnötige Punktverluste“, lautete der Tenor im Jockgrimer Lager.
Trotzdem war die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag komfortabel: Zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten SV Geinsheim sprachen klar für die TSG. Zudem stand Gastgeber SV Südwest bereits seit fünf Wochen als Meister fest und konnte befreit aufspielen. Doch genau das merkte man den Ludwigshafenern an – und den Gästen aus Jockgrim leider ebenfalls.
„Ich bin stolz auf meine Jungs, die unbedingt den 23. Sieg in Folge wollten und ihn sich auch verdient haben. So etwas habe ich in meiner gesamten Trainerkarriere noch nicht erlebt“, sagte Südwest-Coach Ediz Sari. „Von der Leistung des Gegners, für den es um alles ging, bin ich allerdings enttäuscht.“
Vor allem in der ersten Halbzeit kontrollierten die Ludwigshafener die Partie ohne große Mühe. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware, sodass das 0:0 zur Pause dem Spielverlauf entsprach.
Nach dem Seitenwechsel brachte Aymen Ghandour die Gastgeber in der 50. Minute nach Vorarbeit von Anas Itani mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später verhinderte TSG-Keeper Sebastian Kaiser mit einer starken Parade nach einem Freistoß von Geri Hasa das mögliche 2:0. Da inzwischen bekannt war, dass Geinsheim gegen die VTG Queichhambach führte, hätte Jockgrim spätestens jetzt deutlich mehr investieren müssen.
Erst Nicolai Fritz gelang mit einem Schuss ins linke untere Eck in der 72. Minute der 1:1-Ausgleich. Doch eine echte Aufbruchsstimmung entstand nicht mehr. Auch nach dem Treffer blieb Südwest die spielbestimmende Mannschaft. Der Wille, die Partie noch zu drehen, war bei der TSG ebenso wenig zu erkennen wie die nötige Aggressivität. Der sehenswerte Treffer von Hasa zum 2:1-Endstand in der 84. Minute war deshalb nur die logische Konsequenz.